Still ist die Nacht, nicht ein Laut ist zu hör'n Niemand ist wach, meine Ruhe zu stör'n Unter den Eichen im finsteren Wald Hört meine Stimme singen man bald
Seit ich mich einstmals dem Raben geweiht Bin auf der Reise ich die meiste Zeit Oftmals alleine, führt' meine Mission Bis in die schwarzen Lande mich schon
Schwarzer Rabe, trag' mich weit Eingehüllt ins Schwingenkleid Hinterm Meere voll Vergessen Deine Gnade, unermessen
Still ist die Nacht, meine Stimme verklingt Madas Mal silbernes Licht mit sich bringt Und auf der Eiche Gezweig in der Nacht Sitzt nun ein Rabe leis' und hält Wacht
Schon graut der Tag und ich muß wieder fort In Borons Ruhe verbleibt dieser Ort Und wo die Eichen am höchsten hier steh'n Kann ein paar schwarze Federn man seh'n
Schwarzer Rabe, trag' mich weit Eingehüllt ins Schwingenkleid Hinterm Meere voll Vergessen Deine Gnade, unermessen
Still ist der Weg und die Straße ist leer In den Ruinen hier lebt niemand mehr Nur ein Verwirrter noch winkt mir verstohl'n Er sei Noionas Gnade empfohl'n
Wieder wird's Nacht und dann wieder ein Tag Wer weiß, wie lang ich das Leid noch ertrag'? Ich sinke hin zum Gebete allein Ferne hört einen Raben man schrei'n
Schwarzer Rabe, trag' mich weit Eingehüllt ins Schwingenkleid Hinterm Meere voll Vergessen Deine Gnade, unermessen